hätteſt wollen, lieber Bruder, es wäre Dir doch ſo leicht geweſen . . .“
„Für Dich zu bürgen, mit andern Worten Dir fünfzigtauſend Franken zu leihen oder, beſſer geſagt, zu ſchenken? . . . Gewiß, nichts wäre in Deinen Augen leichter geweſen, aber nicht in den meinigen. Dieſes Geſchenk würde auch in keiner Beziehung Deine beklagenswerthe Lage ändern.“
„Ah! mein Bruder . . .“
„Von zwei Dingen eines: entweder würde ich Dir die Summe anvertrauen und Dir die Sorge überlaſſen, Deine Hypothekſchulden zu bezahlen . ſtatt ſie zu bezahlen, würdeſt Du dann das Geld verzehren . . .“
„Wie, Du hältſt mich für fähig, Deine Güte zu mißbrauchen?“
„Vollkommen . . . Es bliebe mir alſo das Mit⸗ tel, ſelbſt Deine Güter frei zu machen.“
„Was verhindert Dich, ſo zu handeln, mein Bruder?“
„Die Ueberzeugung, die ich habe, daß Du am andern Tage nach ſeiner Befreiung Dein Eigenthum wieder verpfänden würdeſt.“
„Ich, großer Gott! Ah!l ich ſchwöre Dir, daß...“
„Alle Eide der Welt werden an meinem Ent⸗ ſchluſſe ſcheitern.“
„Alſo keine Hoffnung mehr . . . Du ſchlägſt es mir ab?“
„Entſchieden, ſchlechterdings,“ erwiederte Herr Dumirail. Dann änderte er plötzlich den Ton, ſeine Züge drückten eine Art von väterlichem, zartem Mit⸗ leiden aus, und er ſprach: „Ja, ich ſetze Deinem Ver⸗


