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„Deine Unterſchrift oder nichts das iſt ganz eins in der Lage, in der Du Dich befindeſt Es iſt unmöglich, es iſt unglaublich, daß man Dir das Anlehen einer ohne Zweifel bedeutenden Summe an⸗ bietet.“
„Fünfzigtauſend Franken.“
„Du wirſt mich nie glauben machen, man leihe Dir fünfzigtauſend Franken ohne eine andere Ga⸗ rantie, als Deine Unterſchrift allein.“
„Meine Unterſchrift allein? Rein, man verlangt noch eine andere.“
„Das heißt, eine ernſte, zahlungsfähige Bürgſchaft. Ich wußte das, denn Deine Unterſchrift hat keinen Werth. Und wer iſt der Narr, der ſo gutmüthig, für Dich zu bürgen?“
„Ah! mein Bruder, den Edelmuth als Narrheit taxiren . . .!“
„In der That, ich wiederhole es, man müßte wahnſinnig zum Binden ſein, um ſich für Dich in Deiner Lage, und ſo wie ich ſie leider kenne, zu ver⸗ bürgen.“
„Mein Gott! mein Gott!“ murmelte Madame San Privato, die ſich den Anſchein gab, als ſchluchzte ſie in ihrem Taſchentuche, „ich hatte nur noch Hoff⸗ nung auf Dich, Bruder, und nun muß ich auf dieſe letzte Hoffnung verzichten.“
„Auf welche Hoffnung?“
„Ich glaubte, wenn ich Dich um Deine Rath⸗ ſchläge anflehe und Dir meine grauſame Lage aus⸗ einanderſetze, werdeſt Du, der Du ſo gut biſt und mir ſchon ſo viele Beweiſe von Zuneigung gegeben haſt, einwilligen, ſage ich, für mich . . .“


