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Deutſchland ſeit Ihrem Aufenthalte in unſern Ber⸗ gen groß geworden ſein.“
Da San Privato die Kenntniß des Geheimniſſes beſaß, von dem er ſeit dem vorhergehenden Tage eine Vermuthung hatte, ſo fand er es erſprießlich für ſeine Pläne, an das Daſein der vorgeblichen künſtteriſchen Celebrität, von der er ſprach, glauben zu machen; er wollte ſo Charles Delmare völlig be⸗ ruhigen und ihn überreden, es handle ſich keines Weges um eine furchtbare Anſpielung auf ſeinen ehemaligen Pſeudonymen, ſondern um eine Namens⸗ ähnlichkeit, welche übrigens wahrſcheinlich, da der Kame Wagner in Deutſchland ſehr verbreitet ſei; er ſagte auch zu Maurice:
„Dieſer Maler iſt kein junger Mann mehr; ich habe ihn kürzlich, als ich durch München reiſte, ge⸗ ſehen; er iſt ein Mann von ungefähr fünfzig Jah⸗ ren, ſchwächlich und kränklich, und, ſeltſam bei einem Maler, der die erhabenſten Eigenſchaften hinſichtlich des Colorits in ſich vereinigt, Wagner iſt auf dem rechten Auge blind.“
„In der That, das iſt ſeltſam,“ bemerkte Mau⸗ rice; „das Geſicht nur halb beſitzen und mit einer wunderbaren Treue die großen Anſichten der Natur wiedergeben! wenn indeſſen das Talent dieſes frem⸗ den Künſtlers auf der Höhe Deiner Lobeserhebungen ſteht; denn mir ſcheint, ein einäugiger Maler muß mit großen Schwierigkeiten bei Ausführung ſeiner Kunſt zu kämpfen haben.“
„Dieſe Schwierigkeit iſt mehr ſcheinbar als wirk⸗ lich, mein liebes Kind,“ ſagte Charles Delmare, nicht minder darauf achtſam, die unausſprechliche


