wahrer Künſtler, Dank ſei es den trefflichen Lectionen von Herrn Delmare, daß die Malerei nicht die Macht beſitzt, das Ungeheure dieſer Ebenen, dieſer Bergab⸗ hänge, dieſer Wälder zu reproduciren, die ſich ins Unabſehbare bis zu den fernen Horizonten erſtrecken!“
„Ah! mein lieber Albert, an wen richteſt Du dieſe Bemerkung? an einen unglücklichen Schmie⸗ rer vom Lande! der immer in eine Troſtloſigkeit verſunken iſt, handelt es ſich um die Hintergründe. Die Himmel gehen noch beſſer, und mit Hülfe des Abputzpinſels gelingt es mir, meine Wolken aufzu⸗ häufen, ihnen ein gewiſſes Relief, etwas ſich in der Ferne Verlierendes zu geben; beſſer glückt es mir auch mit meinen erſten Plänen; doch die Hintergründe.. ah! die Hintergründe ſind meine Verzweiflung, und ſie bringen nicht nur mich allein in Verzweiflung!. .. ſicht wahr, lieber Meiſter?“ fügte Maurice ſich an Charles Delmare wendend bei.
Dieſer, der ſich, wie geſagt, vertheidigungsweiſe gegen ſeinen Feind benehm und es ſeltſam fand, daß San Privato in der Gemüthsſtimmung, in der er ſein mußte, viel an die Bewunderung der Herr⸗ lichkeiten der Natur dachte, ſuchte in ſeinem Innern, jedoch vergebens den geheimen Zweck dieſer vorgeb⸗ lichen künſtleriſchen Begeiſterung, während er Mau⸗ rice antwortete: .
„In der That die Reproduction der Unermeß⸗ lichkeit, iſt eines der größten und ſchwierigſten Probleme der Malerei. Nach meiner Anſicht iſt, nach Claude Lorrain, der einzige Dichter⸗Maler, der zwanzig Meilen Landſchaft in eine Leinwand von ſechs Fuß einzuſchließen weiß, Corot.“


