„Liebe Armande, ſind wir hier nicht in Familie?“ fragte Herr Dumirail, der dieſe improviſirte Be⸗ rathung ſehr im Ernſte nahm. „Kann ſich nun wirklich Dein Sohn durch dieſe, ich gebe es zu, für einen eleganten jungen Mann ſehr unangenehmen Mittel, deren Erfolg aber ſicher iſt, von ſeiner ver⸗ dammten Migräne befreien und die Geſundheit wie⸗ dererlangen, welche Du ihm zu wünſchen ſo ſehr Recht haſt, warum ſollte er ſie nicht anwenden?“
„Aus einem äußerſt einfachen Grunde,“ erwie⸗ derte San Privato, dem es, Dank ſei es übermenſch⸗ lichen Anſtrengungen, gelang, gleichgültig zu bleiben; „weil Herr Delmare, der mir die Ehre erweiſt, ſich ſo lebhaft für meine Geſundheit zu intereſſiren, nicht
„Verzeihen Sie mir, mein Herr, wenn ich Sie unterbreche, doch ich ſehe Ihren Einwurf vorher und ich beeile mich, Sie zu beruhigen,“ ſagte Charles Delmare. „Die Wiſſenſchaft hat in unſeren Tagen Alles vervollkommnet; ich erlaube mir auch beſon⸗ ders, ſind die Zeitungsannoncen nicht trügeriſch, einen gewiſſen Le Perdriel⸗Taffet zu empfehlen, der den Vorzug zu haben ſcheint, daß er hinreichend die Hauptunannehmlichkeiten des ſchlimmen Arzneimittels, von dem die Rede iſt, verbirgt.“
„Mein Herr, man vermöchte die Artigkeit nicht weiter zu treiben, als Sie dieſelbe treiben, indem Sie mich ſo umſtändlich über die Heilmittel für meine Migräne zu unterrichten die Güte haben, und ich werde ſicherlich Ihre vortrefflichen Rathſchläge be⸗ nützen,“ antwortete San Privato, immer Herr über ſich; „darf ich hoffen, die Verſicherung, die ich Ihnen


