les Delmare ſich an Madame San Privato wendend bei: „nämlich Schlafloſigkeit, da er heute Nacht kein Auge zugethan hat. . . Verluſt des Appetits, da er an dieſem Imbiß keinen Theil nimmt . . . Nieder⸗ geſchlagenheit, Schwere des Kopfes, wie aus ſeiner ſichtbaren Betrübniß hervorgeht. während Fieberanfalles endlich wird die Zunge, gelblich . der Athem übelriechend . . . und.
„Ei! ganz und gar nicht!“ rief Madame San Fortunato außer ſich, „nie hat mein Sohn . . . vor
während.. oder nach ſeinen Migränen den ab⸗ ſcheulichen Athem gehabt, von dem Sie reden.
„Das iſt ganz außerordentlich,“ erwiederte Char⸗ les Delmare, mit einer geheuchelten Treuherzigkeit den Kopf ſchüttelnd, indeß eine dumpfe Wuth den Schweiß auf der bleichen Stirne von San Privato perlen machte. „Ich beſuchte oft den Marquis Appiani während ſeiner Migräneanfälle, und . . . wie ich Ihnen zu ſagen die Ehre gehabt habe, Madame. ſein Athem war wahrhaft . . .“
„Ei! mein Herr, ich wiederhole, mein Sohn hat durchaus keine Aehnlichkeit mit Ihrem Marquis.“
„Mein lebhafteſtes Veclangen iſt im Gegentheile, Ihr Sohn möge mit dem Marquis dieſe Aehnlichkeit haben, und er möge, wie dies bei dem Marquis der Fall geweſen iſt, durch folgende einfache Mittel ge⸗ heilt werden: durch Laxation, mit anderen Worten, durch wöchentliche Abführungsmittel, und ein kleines, ſorgfältig unterhaltenes Fontanell auf dem Arme.“
„Aber, mein Herr, wir ſind hier nicht in einem Hoſpital,“ rief Madame San Privato empört; „dieſes Geſpräch iſt im höchſten Grade Widerwillen erregend.“


