Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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Züge, daß ſie oft beinahe ihren Anſchein verändert. So verſchwanden jene weibiſche Zartheit, jene ge⸗ zierte Grazie, jenes coquette Lächeln, was man dem reizenden Geſichte von Albert zum Vorwurfe machen konnte, und was hinreichend die Cpitheta, zweideu⸗ deutiges, unentſchiedenes Geſchöpf rechtfertigte, welche Jeane ſo ſehr beluſtigt hatten, unter einer Tinte von tiefer Melancholie; an die Stelle ſeiner Leichtig⸗ keit, ſeines Aplomb ſchien die Schüchternheit des Schmerzes getreten zu ſein; ſein geſenkter Blick, ſein ernſter Mund, den zuweilen ein peinliches Lächeln zuſammenzog; ſeine geneigte Stirne, etwas Nieder⸗ geſchlagenes, Gebrochenes in ſeiner Haltung mußten den am meiſten gegen San Privato eingenommenen Geiſtern die rührende Theilnahme einflößen, die man beim Anblicke eines ſchwachen, traurigen, leidenden Geſchöpfes empfindet.

Charles Delmare, während er mit Bangigkeit die Verwandlung des jungen Diplomaten wahrnahm, beobachtete nicht minder beſorgt den Eindruck, den dieſe unerwartete Veränderung bei Jeane verurſachte. Als Maurice, von fern ſeinen Vetter erblickend, aus⸗ rief: „Da kommt Albert!“ ſchwebte ein ſpöttiſches Lächeln über die Lippen des Mädchens; doch bald lächelte ſie nicht mehr, dachte ſie nicht mehr daran, das mit Mitleiden und wohlwollender Neugierde ge⸗ miſchte Erſtaunen, das ſie beim Anblicke von Albert ergriff, zu verbergen. Sie war entſchloſſen, ihn dem von Charles Delmare gezeichneten lächerlichen Por⸗ trait faſt ähnlich zu finden; der ergreifende Unter⸗ ſchied aber, der zwiſchen dem, was ſie zu ſehen er⸗ wartete, und dem, was ſie wirklich ſah, ſtattfand,