Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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Abend die Albernheit ſo weit getrieben, daß ich eifer⸗ ſüchtig auf Albert war, aber eiferſüchtig bis zum Haſſe! . . . Heute Morgen war mein erſter Gedanke, über meine Dummheit zu lachen, mir mein ſchlimmes Gefühl in Betreff dieſes armen Vetters zum Vor⸗ wurfe zu machen und mir vorzunehmen, meine Herz⸗ lichkeit gegen ihn zu verdoppeln. Ich bin auch vor⸗ hin in ſein Zimwer hinaufgegangen, wo ich ihn zu treffen glaubte, doch er war ſchon ausgeflogen und...“ Und ſich unterbrechend, fügte Maurice bei, indem er einen Schritt aus der Laube machte: „Hier kommt gerade dieſer liebe Albert mit meinem Vater, meiner Mutter und meiner Tante.“

Herr und Madame Dumirail, Madame San Privato und ihr Sohn traten wirklich bald in die Laube ein. Die Gebieter des Hauſes, nachdem ſie Charles Delmare mit ihrem gewöhnlichen liebreichen Weſen empfangen hatten, ſetzten ſich, wie ihre Gäſte, um den ländlichen Tiſch, wo man den Morgenimbiß, der der Erſteigung der Sennhütte vorhergehen ſollte, ſervirt hatte.

Die tiefe Bangigkeit verbergend, die ihm die Ent⸗ deckung der Späherei verurſachte, deren Gegenſtand er von Seiten San Privatos geweſen war, beobach⸗ tete Charles Delmare dieſen mit verdoppelter Auf⸗ merkſamkeit. Er war Anfangs betroffen von der völligen Verwandlung der Phyſiognomie des jungen Diplomaten. Dieſe Verwandlung vereitelte die wahr⸗ ſcheinlichen Effecte, welche Charles Delmare von dem von ihm ſeiner Tochter ein paar Augenblicke vorher gezeichneten ſatyriſchen Portrait erwartete. Denn die Phyſiognomie modificirt dergeſtalt den Charakter der