Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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dend: „Ah! guter, theurer Meiſter, ich habe den Himmel im Herzen; Alles glänzt, Alles ſtrahlt um mich her. Wäre das Wetter an dieſem Morgen wolkig geweſen, es würde mir von Sonne blendend geſchienen haben . . . Sie wünſchen mir zuweilen Glück dazu, daß ich gut ſei. . . und es iſt im Gan⸗ zen wahr, ich bin gut! . . . Großer Gott! mit wel⸗ chem Rechte ſollte ich böſe ſein? . . . Nun denn, ich fühle mich noch beſſer! Was ſoll ich Ihnen ſagen? mir ſcheint, wäre ich ſo unglücklich, einen Feind zu haben, einen erbitterten Feind, ich würde zu ihm gehen und trotz ſeines grimmigen Haſſes ſo gute Worte zu ihm ſprechen, daß ich doch einmal ſehen wollte, ob er mich noch fortwährend haſſen würde.“

„Lieber Maurice!“ murmelte Jeane, die Augen feucht, „edles Herz, wackeres Herz!“

„Oh! ja, das edelſte, das beſte Herz!“ ſagte zu Jeane Charles Delmore mit innigem Tone. „Darum liebt er Sie, darum lieben Sie ihn. Glaubt mir, der Inſtinct Eurer Seelen nähert Euch einander, weil ſie, für immer vereinigt, in Eurer gemeinſchaft⸗ lichen Liebe die Kraft, für das Schlimme unzugäng⸗ lich zu bleiben und dem Böſen Trotz zu bieten, ſchöpfen werden.“

„Lieber Meiſter, wenn Sie wüßten, wie ſehr Ihre Worte in dem, was uns betrifft, wahr ſind! Ja, ſeitdem ich mich von Jeane geliebt fühle, ja, ſeitdem ich weiß, daß ſie meine Lebensgefährtin ſein wird, biete ich dem Unglücke Trotz, was ſage ich! ich glaube nicht mehr an das Unglück. Ich lache über das, was mich beunruhigt, gepeinigt hatte; denn, ſollten Sie es glauben? habe ich nicht geſtern