Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

196

auf den Fußſpitzen gehend Albert San Privato ver⸗ ſchwinden ſah.

„Es iſt kein Zweifel, er belauerte, er behorchte uns!“ dachte Charles Delmare: „der unter ſeinem Fuße krachende Sand brachte das leichte Geräuſch hervor, das ich einmal unbeſtimmt bemerkt hatte, ohne mir ſeine Urſache zu erklären. San Privato belauerte uns! Er hat ohne Zweifel unſere Unter⸗ redung erhorcht . . . Ah! dieſes feige Spioniren be⸗ ſtärkt mich in meinen Befürchtungen, vermehrt ſie, rechtfertigt meine Ahnungen. Und ich machte es mir zum Vorwurfe, daß ich ihnen gehorchte! und ich machte es mir zum Vorwurfe, daß ich auf meinen unbarmherzigen väterlichen Egoismus hörte, indem ich um jeden Preis den Eindruck vernichten wollte, den dieſer Menſch auf meine Tochter hervorgebracht hat, und der, leider! entfernt noch nicht verſchwun⸗ den iſt! Ich machte es mir zum Vorwurfe, daß ich dieſem Elenden abſcheuliche Gefühle zuſchrieb, ohne

andere Beweiſe, als den inſtinctartigen Widerwillen, den er mir einflößte! Ich bin erſchrocken über den

Nutzen, den er aus dieſer ſo hinterliſtig erlauerten Converſation ziehen kann!“

Während ſich Charles Delmare dieſen traurigen Reflerionen überließ, war Jeane, wie geſagt, auf die Schwelle der Laube vorgetreten, und da ſie ihrem Vater den Rücken zuwandte, ſo konnte ſie nicht ſehen, wie dieſer das Blätterwerk der Hagebuchenwand aus⸗ einanderſchob, und bekam keine Ahnung von der Ent⸗ deckung, die er gemacht hatte. „Jeane, liebe Jeane! wo biſt Du?“ rief von