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von Muße, diſtinguirt durch ihren zarten Geſchmack, vurch ihre noble Tendenzen ſagen, welche ihre Zeit damit zubrächte, daß ſie den Koth durchſtören und zu errathen ſuchen würde, aus welchen ſchmutzigen Trümmern er beſtehe, ſtatt ihre Seele zur Beſchauung des Schönen, des Gerechten und des Guten zu er⸗ heben?“
„Ihre Worte ſind ſtreng . . . und gerecht, Herr Delmare ...
„Ah! rede ich ſo mit Ihnen, ſo geſchieht es, glauben Sie mir, weil es gewiſſe Seelen gibt, welche zu ſondiren gefährlich und ungeſund iſt, weil dann aus ihnen Miasmen von einer dergeſtalt ätzenden, durchdringenden Verdorbenheit ausdünſten, daß die geſündeſte Natur nicht mehr vor ihrer Anſteckung geſchützt iſt.“
„Lieber Meiſter, ich donke für die Lection; ſie
iſt lebhaft, ergreifend und wird mir nützen,“ erwie⸗
derte Jeane; ſodann auf Charles Delmare einen er⸗ ſtaunten und zugleich dankbaren Blick heftend: „Lie⸗ ber Meiſter, wie können Sie ſo in meinen Gedanken deutlicher leſen, als ich ſelbſt darin leſe? Ja, vorhin gab ich unwillkürlich irgend einer ſchlimmen Neugierde in Betreff meines Vetters nach. Schon fühlte ich mein Herz aufs Neue ſchmerzlich beklommen, während es ſich beruhigt, ſich ausdehnt, wenn ich an Maurice
denke! Ahl bei ihm keiner von den unheimlichen
Contraſten, welche Sie beunruhigen. Alles iſt bei ihm offen, gerade, rechtſchaffen! man weiß von An⸗ fang an, was er will, was er denkt! Oh! Maurice, Du haſt mir immer die ſüßeſte Zuneigung eingeflößt!
Ich habe Dich geliebt wie den Beſten der Brüder;


