Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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weder einem Manne, noch einer Frau gleicht. Ich bringe übrigens eine gerechte Huldigung den ſchönen Eigenſchaften der Aufrichtigkeit, der Offenherzigkeit dar, welche beſonders einen Lehrling der Diplomatie ſchmücken müſſen, abgeſehen von dieſem Luxus von Decorationen, mit dem ſeine gefällige Beſcheidenheit ſich aufputzt, um einem Familienmahle beizuwohnen. Rührende Aufmerkſamkeit! Dieſer liebenswürdige Neffe denkt offenbar ſo ſeine armen Provinzmenſchen von Verwandten in ſeiner triumphirenden kleinen Perſon zu ehren. Wie! was! abermals Lachen, Mademoiſelle?“ fragte Charles Delmare, denn ſeine Tochter konnte ſich eines neuen nervöſen Gelächters nicht erwehren, deſſen Schall ein leichtes Geräuſch bedeckte, das ſich aufs Neue außerhalb der Laube hörbar machte und die Gegenwart einer Perſon ver⸗ kündigte, welche die dichte Hagenbuchenwand für die Augen von Jeane und Charles Delmare durchaus unſichtbar machte.

„Mademviſelle, meine Schülerin, es iſt wahrhaft unmöglich, ernſthaft mit Ihnen zu reden,“ fuhr Del⸗ mare heiter fort.

„An wem liegt die Schuld, lieber Meiſter?“ antwortete Jeane in demſelben heiteren Tone. „Sie behalten ein unempfindliches Phlegma, während Sie die luſtigſten Dinge der Welt ſagen. Ich befürchte auch ſehr, nun nicht mehr ohne Luſt zum Lachen dieſen unglücklichen und beſonders unentſchloſſe⸗ nen Vetter, deſſen Portrait Sie auf eine ſo bos⸗ hafte Art gezeichnet haben, anſchauen zu können.“ Doch ſich unterbrechend und gleichſam auf ihr Den⸗