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der Scheinheiterkeit von Charles Delmare nachgebend, „ſo abſolviren Sie mich, lieber Meiſter!“
„Nie!!! Ihre Enormität gegen den guten Ge⸗ ſchmack iſt unverzeihlich.“
„Aber
„Aber, Mademoiſelle, iſt man nicht blind oder völlig des künſtleriſchen Geſchmackes beraubt, ſo ver⸗ gleicht man nur Gegenſtände von ungefähr ähnlichem Werthe. Ich frage Sie nun ein wenig, iſt es mög⸗ lich, die Schönheit von Maurice . . . er iſt abwe⸗ ſend, ich kann dies unter uns zugeſtehen, und wir ſprechen überdies ganz nur aus dem Geſichts⸗ punkte der Kunſt . . . die Schönheit von Maurice, ſage ich, welche würdig der antiken Bildhauerkunſt durch den Adel ſeiner Linien, durch ſeinen Charakter männlicher Sanftheit, die ſeltene Verbindung von Energie und Anmuth in den Zügen, von Eleganz, Geſchmeidigkeit und Kraft in der Statur . . . iſt es möglich, ſage ich, immer aus dem Geſichtspunkte der Kunſt, dieſen ſtolzen, kühnen, ſchönen jungen Mann zu vergleichen mit wem oder vielmehr mit was... denn wahrhaftig, Mademoiſelle, ohne das zu ver⸗ leumden, was Sie Ihren Vetter Albert nennen . .. ich ſage das, was, weil das keinen unterſcheidenden Charakter bietet, etwas ſeltſam Unbeſtimmtes oder, wenn Sie lieber wollen, vollkommen Zweideutiges iſt. . . Ihr Herr Vetter . . . Sie lachen?“
„Ich glaubte nicht, Sie ſeien ein ſo boshafter Portraitmaler, lieber Meiſter.“
„Mademoiſelle, ich ſcherze nicht, und um die Lection zu vervollſtändigen, werde ich, wenn Sie er⸗ lauben, immer aus dem Geſichtspunkte der Kunſt,


