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mit einem Ausdrucke komiſcher Anſchuldigung fort, „wie! ſeit beinahe drei Jahren laſſe ich Sie nach der Antike den Kopf des Gladiators, den Kopf des Discobulus, den Kopf des indiſchen Bac⸗ chus und nach Michel Angelo den Kopf des Pen⸗ ſeroſo, des Ringers, und Gott weiß wie viel an⸗ dere Köpfe zeichnen, wo ſich der Ausdruck der Stärke mit der Anmuth vereinigt; die Stärke und die An⸗ muth . . . der ſouveraine Typus der idealen Schön⸗ heit! und nachdem Sie ſo viele Papierblätter mit dem Stifte geſchwärzt, ſo viel Wiſcher verbraucht haben, erlebe ich den entſetzlichen Schmerz, die Unfruchtbar⸗ keit meines Unterrichts zu erkennen! . . . Pfui! . . . pfui! . . . Mademviſelle!“
„Guter Gott! lieber Meiſter, was veranlaßt die⸗ ſen wüthenden Zorn?“ fragte Jeane lächelnd. „Wo ſehen Sie denn, daß ich Ihre Lectionen ſo ſchlecht benützt habe?“
„Sie fragen mich das?“
„Ja, gewiß.“
„Mit welcher vermeſſenen Dreiſtigkeit antwortet ſie mir: „Ja, gewiß!““ dieſe Schülerin, welche fortan unwürdig iſt, den Wiſcher und die Spindel⸗ kohle zu handhaben. Wie! Mademviſelle, ich habe Sie gelehrt, ach! ich glaubte es wenigſtens . . das Schöne in der Kunſt bewundern, und, o Gräuel der Verwüſtung! ich höre Sie mich im Ernſte fragen: „„Nicht wahr, lieber Meiſter, Maurice iſt ſo ſchön als mein Vetter Albert? . . .““ Als ob eine ſolche Frage nur geſtellt werden könnte . .“
„Habe ich geſündigt,“ ſprach Jeane, immer mehr


