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Ihnen ſeltſam, nicht wahr? wie ſoll ich ſie Ihnen erklären . . . Hören Sie, mein Oheim Dumirail nennt mich immer zärtlich ſein liebes Kind, und den⸗ noch fühle ich nicht das, was ich vorhin fühlte, als Sie mich ſo nannten. Es war ein trauriger und zugleich ſanfter Eindruck. Sodann wurde, wie ich Ihnen geſagt habe, die Erinnerung an meine Mutter plötzlich gegenwärtiger, lebhafter als je bei mir. Warum iſt denn nun Ihr Ton ſo kalt?“
„Ich geſtehe .. als ich Ihre Heirath mit Mau⸗ rice erfuhr . . . eine Heirath, welche das Glück von Ihnen Beiden ſichert. . . die Wünſche Ihrer Eltern und meine Wünſche erfüllt, vermöge der Freundſchaft, die mich mit Ihrer Familie verbindet, ich geſtehe, ſage ich rac Charles Delmave lächelnd, „da gab ich einer Bewegung ſo lebhafter Freude nach, daß ich ein wenig zu ſehr als kleines Mädchen eine große
Demoiſelle wie Sie, Mademoiſelle Jeane, behandelte; ich habe Sie, bei meiner Treue! ganz einfach um⸗
armt, wie ich es an Ihrem Namenstage nicht gethan hätte; und mehr noch, da ich bald das Alter haben
werde, um Ihr Großvater zu ſein, nannte ich Sie ohne Umſtände „mein liebes Kind . ..“ Doch der⸗ gleichen Vertraulichkeiten dürfen nicht fortbeſtehen †
zwiſchen einer jungen Schülerin und ihrem verehrungs⸗
würdigen Zeichnenmeiſter,“ fügte Charles Delmare heiter bei, „denn, weil Sie bald Madame Maurice ſein werden, vergeſſen Sie, wie mir ſcheint, ein
wenig ſchnell, Mademviſelle Jeane . daß ich Ihr
Lehrer geweſen bin ... bin . und hoffentlich noch
lange ſein werde. In dieſer Eigenſchaft habe ich ein
Recht auf Ihre Hochachtung, wenn es Ihnen beliebt;
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