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XX.
Das ſtille Denken von Jeane und Charles Del⸗ mare dauerte nur ein paar Secunden. Er fühlte bald die Unklugheit ſeiner väterlichen Hinreißung; jeden Augenblick konnte Jemand in die Laube ein⸗ treten und in Erſtaunen gerathen über die lebhafte Gemüthsaufregung, die er empfand, wie Jeane, deren Augen beim Andenken an ihre Mutter voller Thränen waren; er befeſtigte daher ſeine Stimme wieder, knüpfte aufs Neue das Geſpräch an, und erwiederte auf die letzten Worte des Mädchens mit einem beinahe förmlichen Tone:
„Ich bezweifle nicht, wenn ich die Ehre gehabt hätte, Ihre Frau Mutter zu kennen, ſie wäre von mir geſchätzt worden, wie ſie es zu ſein verdiente, denn ich gefalle mir im Glauben, Sie haben ihre Eigenſchaften geerbt, liebe Mademoiſelle Jeane.“
Dieſer ceremoniöſe, faſt kalte Ton, der ohne Ueber⸗ gang auf den warmen Erguß der vorhergehenden Worte folgte, fiel Jeane auf; ſie ſchaute ihren Vater mit einem betrübten Erſtaunen an und fragte ſchüchtern:
„Sind Sie gegen mich erzürnt?“
„Keines Weges . . . doch was kann Ihnen die⸗ ſen Gedanken geben, liebe Madewviſelle Jeane?“
„Nun nennen Sie mich abermals ceremoniöſer Weiſe Mademoiſelle Jeane, während Sie mich vor⸗ hin „mein liebes Kind“ nannten, und zwar mit einer ſo guten, ſo zärtlichen Stimme, daß mir die Thrä⸗ nen in die Augen traten. Meine Worte dünken


