Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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den Tage, mit der Sicherheit, die ſie daraus ſchöpfte, ſie werde bald die Frau von Maurice werden; aber, dachte Charles, ein See wird nach dem Sturme auch ruhig und durchſichtig, während eine Wolke, ein Hauch des Windes genügen, um den Azur ſeiner Wellen zu verdunkeln und ſie aufs Neue in ihren letzten Tiefen aufzuregen.

Delmare, von ſeinen Gedanken in Anſpruch ge⸗ nommen, wie es Jeane von der Erinnerung an ihre Mutter war, beobachtete wie das Mädchen ein Still⸗ ſchweigen von ein paar Momenten, und in ihr tiefes Hinbrüten verſunken bemerkte weder das Eine noch das Andere ein Geräuſch, das von außerhalb der Laube kam, deren dichtes Blätterwerk einen undurch⸗ dringlichen Schutz gegen die Blicke bildete. dieſes indeſſen faſt unmerkliche Geräuſch, verurſacht durch das leichte Krachen von einigen Sandkörnern unter einem Fuße, der den Boden mit einer außerordent⸗ lichen Vorſicht ſtreifte, hatte ſich ſchon hörbar gemacht, ohne mehr von Jeane und Charles Delmare bemerkt worden zu ſein, als dieſer, einer unwillkürlichen Hin⸗ reißung nachgebend, ſeine Tochter auf die Stirne küßte und ſie ſein vielgeliebtes Kind mit einem Ausdrucke nannte, der nur aus väterlichem Herzen kommen konnte.

Doch wir wiederholen, Charles Delmare und ſeine Tochter waren zu ſehr bewegt, um dieſes, übrigens beinahe unmerkliche, Geräuſch wahrzunehmen.