Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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wohnheiten ſo entgegengeſetzte Lebensart, er, ein in den diplomatiſchen Kanzleien erzogener Städter?“ Maurice dankte in ſeinem Innern Charles Del⸗ mare, daß er unwillkürlich dem Geſpräche eine andere Wendung gegeben hatte, und erwiederte: „Dieſer liebe Albert iſt immer zufrieden . . . Es gibt keinen umgänglicheren, freundlicheren, zuvor⸗ kommenderen Charakter als der ſeinige; er wird Ihnen ſogleich ſympathetiſch ſein, deſſen bin ich ſicher, lieber Meiſter . . . Was ſeine Fehler betrifft, er war, nach der Meinung ſeiner Mutter, zu hübſch für einen Knaben, — und zu ſehr Weltmann für einen Jüngling von ſeinem Alter, fügte mein Vater bei. Sie erkennen meine vortrefflichen Eltern an der Rohheit der Kritik in Betreff Alberts. Ich, ich finde ihn ganz einfach reizend; ſodann war er, — und ich denke, er iſt es wohl noch, — ſo elegant. .. ſo ſorgfältig in ſeiner Kleidung . . . ſo coquet! . . . Ich habe das Ausſehen eines Bären, eines Menſchen der Wälder gegen ihn . . . Doch es mächte mir Ver⸗ gnügen, ihn mit ſo viel Geſchmack herausgeputzt zu ſehen. Kurz,“ fügte der athletiſche Maurice von der Höhe ſeiner fünf Fuß ſechs Zoll herab bei, „ich be⸗ trachtete Albert wie man ein hübſches Bildchen, einen niedlichen Kunſtgegenſtand betrachtet.“ Lächelnd erwiederte Charles Delmare: „Schickte ſich Ihre Tante, Madame San Privato, auch ſo gut als ihr Sohn in Ihre ländliche Exiſtenz?“ „Arme Tante! abgeſehen von dem Kummer, den ihr der Tod ihres Mannes verurſachen mußte, ſehnte ſie ſich wohl ſehr nach Paris . . . ſie, die, wie man ſagt, eine Frau in der Mode war; aber ſie liebt