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„Gut! liebes Kind, bleiben Sie immer ſtolz dar⸗ auf, daß Sie Ackersmann ſind; bewahren Sie dieſe heilſame Liebe für Ihre heimathlichen Berge; be⸗ wahren Sie beſonders dieſes Gefühl edler Unabhän⸗ gigkeit, das Sie die Einfachheit einer mit mühſamen Arbeiten verknüpften, aber nützlichen Lebensſtellung dem trügeriſchen Glanze der Laufbahnen des Ehr⸗ geizes vorziehe. läßt, welche immer der Laune der Menſchen unterworfen ſind und uns häufig das Opfer unſerer Würde koſten.“
„Als Gebirgsbewohner bin ich geboren, als Ge⸗ birgsbewohner werde ich ſterben, mein lieber Meiſter; ich würde in einer Stadt an der Schwindſucht ver⸗ gehen . . . an der Langweile erſticken. Was ich brauche, das iſt die freie Luft, die Sonne, die Gipfel unſerer Pics, wo man über ſich den Himmel und zu ſeinen Füßen den Abgrund hat! Was ich liebe, das iſt der Schatten, das iſt die Stille unſerer Tannen⸗ wälder . . . das iſt das Gemurmel unſerer Waſſer⸗ fälle! die Wuth unſerer Waldbäche! der Duft der Wieſen unſerer Thäler! der durchdringende Wohlge⸗ ruch, den die feuchte Erde ausdünſtet, wenn ſie ſich unter der Schaar des von meinen ſchönen, ſo geleh⸗ rigen und ſo ſtarken vier Ochſen gezogenen Pfluges öffnet! Was ich noch liebe, das ſind die Lieder der Ernte, die Feſte der Weinleſe! . . . Und der Winter, lieber Meiſter, oh! der Winter! wie ſind ſie zu be⸗ klagen, diejenigen, welche die Freuden des Winters nicht kennen! Das Rothhuhn, der Auerhahn in un⸗ ſern immer grünen, von Reif funkelnden und mit Moos tapezirten Wäldern jagen! Den Abſtürzen trotzen, um die Gemſe auf dem Anſtande zu erlegen!


