„Ich glaube es . . . Sie haben mir übrigens in dieſer Hinſicht keine vertrauliche Mittheilung gemacht; oft aber konnte ich ihre Zurückhaltung, ihre peinliche Verlegenheit wahrnehmen, wenn Jeane, die ihre Mutter anbetete, ſich mit einer leidenſchaftlichen Ver⸗ ehrung über ſie ausdrückt; auch wiſſen ſie, deſſen bin
Lich ſicher, daß die ſtrafbare Verbindung von Ma⸗ dame Erneſt Dumirail mit dem vorgeblichen Wagner dieſes unſelige Duell verurſacht hat.“
„Ah! mein armer Alter, ich ſage wie Du, gebe der Himmel, daß die Familie Dumirail nichts davon erfährt, daß dieſer Wagner und Du eine und die⸗ ſelbe Perſon ſind, und daß Du der Vater von Jeane biſt!“
„Zum Glücke kann dieſes Geheimniß nur Dir bekannt ſein, und ich verdopple meine Vorſicht, um in keiner Beziehung die Natur des Gefühls zu ver⸗ rathen, das mich an Jeane feſſelt. Die erſte Ur⸗ ſache meiner Beziehungen zur Familie Dumirail konnte keinen Verdacht erregen. Sobald ich mich hier nie⸗ dergelaſſen hatte, ging ich, mit meinem Farbenkaſten auf dem Rücken, Anſichten vom Jura in der Um⸗ gegend der Beſitzung von Herrn Dumirail malen. Das war zur Jagdzeit; ich wußte, daß er ein großer Jäger iſt, wie ſein Sohn Maurice, und ich erwar⸗ tete, ihnen zu begegnen; dies geſchah auch. Sie baten mich äußerſt höflich um Erlaubniß, einen Blick auf meine Skizze werfen zu dürfen.. das Geſpräch entſpann ſich Sie wußten von mir, ich wohne in ihrer Nachbarſchaft .. Maurice beſchäftigte ſich
auch mit Malerei. Er und ſein Vater lobten un⸗
gemein mein Talent als Landſchaftsmaler; dann ſetz⸗


