Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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niederſchmetternden Brief, in welchem ſich der Ge⸗ wiſſensbiß, durch ihre ſtrafbare Schwäche den Tod ihres Mannes veranlaßt zu haben, mit der Ver⸗ zweiflung verband, daß ſie ſich für Wagner ins Verderben geſtürzt habe, für einen Mann ohne Herz, ohne Treue, ohne Ehre, und dergeſtalt verächtlich, daß er ſich geweigert, das Loos einer Frau zu thei⸗ len, deren einzige Stütze er bleibe. Ihren Verführer mit blutigen Vorwürfen überhäufend, verfluchte ihn S in und erklärte ihm, er werde nie von ihr

er ihrem Kinde, ſollte es das Tageslicht erblicken, etwas hören.

Eine ſeltſame Revolution ging im Charakter von Charles Delmare vor; er verzichtete auf ſeine Selbſt⸗ mordsprojecte; er entſchloß ſich, fortan in der Dun⸗ kelheit, arm, von dem Wenigen, was ihm blieb, zu leben: einem Kapital von ungefähr zwanzigtauſend Franken, dem einzigen Ueberreſte von ſeinem Reich⸗ thume. Weit entfernt, durch die Trennung zu erlö⸗ ſchen, verdoppelte ſich ſeine Leidenſchaft für Emmeline

vermehrt, geheiligt durch die Vaterſchaft, ein Gefühl,

deſſen Macht er zum erſten Male empfand. Troſtlos, von Madame Dumirail verkannt zu werden, in ihren Augen für einen verächtlichen Menſchen zu gelten, während er nur ehrenhaften Zögerungen nach⸗ gegeben hatte, belagerte ihn ein einziger Gedanke: die junge Witwe auffinden, ſie durch vollſtändige Be⸗ kenntniſſe von ihrer irrigen Meinung abbringen, ihre Achtung, ihre Liebe wiedererwerben, und ſich beſonders eines Tags der Zuneigung des Kindes erfreuen, das noch geboren werden ſollte, und das dennoch, unergründliches Geheimniß der menſch⸗

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