Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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doch ſie würde vor keiner Entbehrung zurückweichen, wenn nur ihr Geliebter ſie nicht verließe. .. Noch reich oder noch Beſitzer von einem Theile ſeines Vermögens, hätte es Charles Delmare als die ſüßeſte der Pflichten betrachtet, den Antrag von Emmeline anzunehmen; doch völlig ruinirt, erſchrak er vor dem Abgrunde von Elend, in den er die Frau, die er ins Verderben geführt, fortreißen würde, willigte er in den Vorſchlag ihrer Ergebenheit ein; er gab ſich alle erdenkliche Mühe, Emmeline dieſen verzweifelten Entſchluß auszureden. Die unglückliche Frau, welche die Weigerung ihres Geliebten der Abneigung zu⸗ ſchrieb, zerfloß in Thränen und machte ihm herzzer⸗ reißende Vorwürfe, als plötzlich Herr Erneſt Du⸗ mirail erſchien. Unverſehens zurückkehrend und bis dahin unſichtbarer Zeuge dieſer ſchmerzlichen Scene, erlangte er ſo den Beweis ſeiner Schande, forderte vom vorgeblichen Wagner eine Genugthuung durch die Waffen, und wählte den Degen, den er geſchickt handhabte. Das Duell fand ſtatt, und ob⸗ ſchon er ſich anſtrengte, das Leben von Herrn Erneſt Dumirail zu ſchonen, indem er Anfangs blos ver⸗ theidigungsweiſe zu Werke ging, traf der ſchöne Delmare doch, fortgeriſſen durch die Hitze des Kampfes, ſeinen Gegner tödtlich und fiel ſelbſt ſchwer verwundet.

Beinahe ſterbend an ſeiner Wunde in ein Wirths⸗ hauszimmer in Lauſanne gebracht und bald einem heftigen Fieberdelirium preisgegeben, blieb Charles Delmare mehrere Tage bewußtkos. Er erfuhr, als er wieder zu ſich kam, den Tod von Herrn Erneſt Dumirail durch einen Brief von Emmeline, einen