Teil eines Werkes 
1. Band (1856)
Entstehung
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War er nicht' von ſeiner Kindheit an an den Lurus, an den Müßiggang, an die Verſchwendung, an die Sorgloſigkeit in Betreff der Zukunft gewöhnt . geweſen? hatte er ſeine Tage nicht nur nach ſeinen Beluſtigungen zählen dürfen? Sein Vater, blind in ſeiner Zärtlichkeit, ein beklagenswerther Erzieher, 1 ſeinen Stolz in die Pracht ſetzend, in der ſein Sohn glänzte, hatte er nicht bei dieſem Jüngling die un⸗ erſättlichen Begierden des Ueberfluſſes entwickelt, übermäßig angeregt, ohne zu bedenken, daß in ſeinen Händlungen frei geworden, Herr ſeines Vermögens, ein vergnügungsſüchtiger Mann, der ſich nichts um

verſchwenderiſche Ausgaben bekümmert, weil er nicht

weiß, um welcher harten Arbeiten Preis man einen ehrenhaften Reichthum erwirbt, mit einer ſeltenen

Feſtigkeit begabt ſein muß, um dieſe Hinreißungen

aller Art zu zügeln und nicht einem ſichern Ruine

zuzueilen? 1

Immer mehr unter der Gewalt ſeiner Erinne⸗ rungen, ſah Charles Delmare vor ſeinen Augen die

Jahre der Pracht und Herrlichkeit ſpiegeln, während

welcher man ihn als einen der Fürſten der goldenen

Jugend ſeiner Zeit anführte, trotz ſeiner plebejiſchen 3

Geburt, ein Erbflecken, den er durch ſeine Di⸗ 3

ſtinetion und ſeine Eleganz, durch ſeine Pracht und ſeine 65

Freigebigkeit, ſeinen guten Geſchmack und ſeine An⸗

muth, ſeinen Geiſt und ſeine Herzensgüte, ſeinen

Muth und ſeine Geſchicklichkeit in allen körperlichen

Uebungen tilgte. Unerſchrocken und gewandt zu

Pferde, vermochte ihm kein Gentleman⸗Rider bei

einem Steeple⸗chaſe den Rang abzugewinnen;

ſeine Rennpferde waren berühmt durch ihre hippi⸗