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ſchen Siege; man bewunderte die Schönheit ſeiner Geſpanne, die er mit großen Koſten aus England kommen ließ; man rühmte die tadelloſe Haltung ſeines Hauſes, die Trefflichkeit ſeines Koches, die Wunder ſeines Silbergeſchirrs, das, würdig der ſchön⸗ ſten Zeiten der Renaiſſance, nach ſeinen Zeichnungen ausgeführt worden war, denn, glücklich von der Na⸗ tur begabt, liebte und übte er die Künſte unter allen Ausſchweifungen ſeines Lebens.
Charles Delmare ſah vor ſeinen Augen, durch den geheimnißvollen Halbſchatten einer fernen Ver⸗ gangenheit, einen Schwarm von reizenden Frauen erſcheinen, ſüße, theure Geſpenſter ſeiner verliebten Jugend; alle lächelten ihm zu; denn immer redlich, gut und beſonders dankhar, hatte nie eine Ab⸗ ſcheulichkeit, ein verletzendes Benehmen, eine Indis⸗ cretion, mit einem Worte nie ein Undank von ſeiner Seite das Herz ſeiner Geliebten verwundet, und es folgte in ihm der ſichere, ergebene Freund auf den Liebhaber. Er war, wie man ſagt, ſehr in der Mode; man wußte, daß er zahlreiche Liebes⸗ abenteuer hatte, aber ſelten konnte man ſie, Dank
ſei es ſeiner undurchdringlichen Verſchwiegenheit, mit
ihrem Namen bezeichnen; vermöge ſeines vollkomme⸗ nen Taktes und ſeines geringen Grades von Gecken⸗ haftigkeit, unterlag er nicht dem Beinamen der ſchöne Delmare, den man ihm gegeben hatte, obſchon dieſer Name gewöhnlich ein wahres Lächer⸗
lichkeitspatent iſt.
Nach dieſer blendenden Luftſpiegelung mehrerer
Jahre der Berauſchungen, ſah ſich Charles Delmare
eines Tages nachdenkend und düſter. Sein bis dahin Sue, die Familienſöhne. I. 2


