ich nicht gefaßt! . Ah! ich werde es nicht aus⸗ halten!“
„Mein Bruder, ich bitte, täuſche Dich nicht über die Urſache des Wunſches von Marianne; ihre Zärtlich⸗ keit gegen Dich, gegen ihre Mutter hat ſich durchaus nicht dadurch verändert, daß Ihr beſtändig Aurelie be⸗ vorzugtet, die ſie ebenſo innig als früher liebt; doch die Arme weiß, wie ſehr ſie am unrechten Orte in der Ge⸗ ſellſchaft wäre, welche nothwendig die Eurige in Folge der fraglichen Heirath ſein wird.“
„Weib, hörſt Du? das ſind die Folgen Deines einfältigen Stolzes!“ rief Herr Jouffroy voll Bitterkeit. „Statt glücklich und im Frieden in der Familie zu leben, — unter den Perſonen von ſeiner Art, — will man zur vornehmen Welt gehören. Die Eitelkeit ver⸗ dreht einem den Kopf, und dann verlaſſen uns Schwe⸗ ſter, Tochter, Freund.“
„Mein Bruder, wir verlaſſen Dich nicht, wir werden uns, wie ich hoffe, oft, ſehr oft ſehen. Du willigſt alſo ein, daß ich Marianne mit mir nehme?“
„Ei! mein Gott! wir werden ſpäter wieder hievon reden; mein Kopf iſt heute Abend ganz in Verwirrung. . es hat mich abermals ein Schwindel erfaßt es wird mit einem Blutſchlage endigen . . . Das iſt wahr⸗ lich genug des Kummers und Verdruſſes für einen Tag!“
„Mein Freund, ich muß, welche Anſtrengung es mich auch koſtet, darauf beſtehen, daß ich Deinen Entſchluß in Beziehung auf Marianne ſogleich erfahre; denn ich beabſichtige ſchon morgen von hier wegzugehen.“
„Sie kommen meinem lebhafteſten Wunſche zuvor,“ erwiederte Madame Joufftoy mit verhaltenem Grimme. „Nach dem, was zwiſchen uns vorgefallen iſt, mußte ſich Eine von uns Beiden von hier entfernen.“
„Ich werde dies thun, und zwar, ich wiederhole Ihnen, ſchon morgen.“


