Teil eines Werkes 
[1.-11. Bändchen] (1854)
Entstehung
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Drucke losmachte,meine Gegenwart hier wird Ihnen nicht länger zur Laſt ſein.

Prudence! was ſagſt Du?

Mein Bruder, ich verlaſſe dieſes Haus, wir müſſen uns trennen.

Uns trennen? das iſt unmöglich! das fällt Dir nicht ein! ſeit vierzig Jahren leben wir beiſammen! Mein Gott! mein Gott! oh! ich glaube, mein Kopf zer⸗ ſpringt! Das Blut erſtickt mich! murmelte der Unglück⸗ liche, der, von ſanguiniſchem, faſt apoplektiſchem Tem⸗ perament, das Blut heftig nach ſeinem Herzen und ſeinem Gehirne ſtrömen fühlte; ſodann, nach einem Augenblicke ſchmerzlichen Stillſchweigens, ſagte er mit flehender Stimme:

Nein, nein, Du wirſt mich nicht verlaſſen! Barm⸗ herzigkeit! ich ſoll an einem Tage von mir meinen älte⸗ ſten Freund und meine Schweſter ſich entfernen ſehen! Das iſt zu viel! das iſt zu viel! Nein, Du kannſt mich nicht in dem Angenblicke verlaſſen, wo ich Deiner mehr als je bedarf!, Und ganz niedergeſchmettert, beinahe verrückt, fügte er bei:Ich will nicht allein hier mit meiner Frau bleiben! Ich fürchte mich vor ihr . . . Nun! ja, ich fürchte mich vor ihr, ſeitdem ſie mein Leben zu einer Hölle zu machen gedroht hat.

Bei dieſen Worten fühlte ſich Madame Jouffroy, trotz ihres aufbrauſenden Charakters, ſchmerzlich bewegt.

Die Tante Prudence war auch ſchmerzlich bewegt. Sie zögerte einen Augenblick, ſich von ihrem Bruder unter ſolchen Umſtänden zu trennen. Doch ſie kannte ſo genau den Charakter von Herrn Joufftoy, der zugleich ſe ſchwach, ſo gut und ſo lange an das Joch ſeiner Frau gewöhnt war, daß dieſes Zögern aufhörte, und die alte Jungfer erwiederte:

Mein armer Freund, Du haſt keinen Grund, meine Schwägerin zu fürchten, ſobald Du Dich nach Deiner Gewohnheit ihrem Willen unterwirſſt. Ich habe nun