Teil eines Werkes 
[1.-11. Bändchen] (1854)
Entstehung
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Oh! ich glaube Ihnen, ich glaube Ihnen, ant⸗ wortete weinend der würdige Mann;ich weiß, welche Erſchütterungen ich ſeit heute Morgen erlitten habe; man könnte darüber den Kopf verlieren, und wenn das wiederanfängt, ſo werden Sie machen, daß ich ihn ganz und gar verliere Ich fühle meine Schläfe wieder ſchla⸗ gen wie vor Kurzem, als Sie wegen der unglücklichen Mitgift mit mir ſtritten.

Muth, mein armer Bruder, oder vielmehr Erge⸗ bung, ſprach traurig die Tante Prudence.Ich er⸗ kenne, Du biſt nicht ſtark genug, um gegen eine Herr⸗ ſchaft zu kämpfen, welche fünfundzwanzig Jahre lang vortrefflich geweſen iſt, die aber nun, irre geleitet durch beklagenswerthe Eitelkeiten, für Dich ebenſo unheilvoll zu werden droht, als ſie je heilſam geweſen iſt. Nein, ich fordere Dich nicht zum Widerſtande auf. Hielte ich ihn von Deiner Seite für möglich, ſo würde ich eine andere Sprache führen. Ich kenne die Güte, die Em⸗ pfindſamkeit, aber auch die Schwäche Deines Charakters: verſuchteſt Du es, hier die Stimme der Vernunft herr⸗ ſchen zu machen, ſo wäre Dein Leben, wie Deine Frau geſagt hat, eine Hölle. Gib alſo nach, um der Hölle zu entgehen.

Ah! Du liebſt mich! murnelte ſchmerzlich der ehemalige Kaufmann;Du begreifſt die Qualen eines Vaters, den eine unglückliche Tolle zur Ungerechtigkeit zwingen will.

In höchſtem Maße aufgebracht durch die letzten Worte ihres Gatten, ergriff Madame Jouffroy die Tante Prudence beim Arme und ſagte voll Heftigkeit zu ihr:

Jungfer Prudence, fahren Sie nicht fort, Ihren Bruder ſo gegen mich aufzureizen, ſonſt zwingen Sie ic

tite Sie ſich, unterbrach die alte Jungfer ihre Schwägerin, während ſie ſich mit Würde von ihrem