Teil eines Werkes 
[1.-11. Bändchen] (1854)
Entstehung
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Vernimm, was geſchieht. Marianne zieht der Welt die Einſamkeit vor; ihre Mutter hat vorhin eine lange Un⸗ terredung mit ihr gehabt, und zu meinem großen Be⸗ dauern, ich geſtehe es, iſt ſie entſchloſſen, in ein Kloſter zu gehen. Da wir nur noch ihrer Schweſter ein Heiraths⸗

gut zu geben haben, ſo iſt es, wie Du ſiehſt, möglich,

ohne eine Ungerechtigkeit zu begehen, jedoch indem wir uns ſehr einſchränken, Aurelie mit achtmalhunderttauſend Franken zu bedenken.

Hierauf, mein Bruder, iſt eine Bemerkung zu ma⸗ chen: Marianne will nicht ins Kloſter gehen; ſie weigert ſich durchaus, dies zu thun.

Was ſagſt Dn?

Sie hat mir vorhin, ohne Aurelie dieſe traurige Offenbarung zu machen, unter Thränen anvertrant, ihre Mutter wolle ſie als zu einer Obliegenheit veranlaſſen, ins Kloſter zu gehen, doch ſie werde nie hiezu ein⸗ willigen.

Die Unverſchämte! rief Madame Joufftoy,ſie wagt es

Frau, ſagte mit Bangigkeit der ehemalige Han⸗ delsmann,Du haſt mich doch verſichert, Marianne

wünſche, ſich in ein Kloſter zurückzuziehen. Es iſt mir

nicht eingefallen, meine Tochter über dieſen Gegenſtand zu befragen, weil ich durch die Vorbereitungen für den Abend ganz verwirrt war; ich glaubte Dir auf Dein Wort, und heute Abend habe ich dieſe Mitgift förmlich dem Herrn Marquis verſprochen. Hätteſt Du mir aber unglücklicher Weiſe gelogen, fügte er mit einer wach⸗ ſenden Angſt bei,hätteſt Du

Ah! hieran erkenne ich Sie, Schlange, unter⸗ brach Madame Jouffroy wüthend ihren Mann, indem ſie ſich an die alte Jungfer wandte.Sie müſſen Alles in Unruhe und Verwirrung bringen!

Es handelt ſich nicht darum, meine Schweſter zu beleidigen, ſondern zu ſagen, ja oder nein, ob es wahr