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„Mein Freund, welch ein ſchöner Tag für uns und für Aurelie!“
„Oh! Mama,“ erwiederte Aurelie, ihre glühende Stirne auf die Schulter ibrer Mutter ſtützend, „ich be⸗ fürchte nur, die andern Tage werden mir blaß gegen dieſen ſcheinen.“
„Willſt Du wohl ſchweigen, abſcheuliches Kind!“ ſagte Madame Jouffroy, während ſie ihre Tochter mit doppelter Zärtlichkeit küßte, „ich zähle darauf, daß dieſes Glück nichts iſt im Vergleiche mit dem, welches Dich erwartet!“
„Warum muß mich dieſer ſchöne Tag die Freund⸗ ſchaft meines Vetters Rouſſel gekoſtet haben!“ dachte Herr Jouffroy einen Seufzer unterdrückend. „Doch zum Glücke iſt Mimi ſo zufrieden, daß ich hoffentlich von ihr die Begnadigung von Rouſſel erlangen werde. Was mir dieſen ſchönen Tag auch verdirbt, iſt der Entſchluß von Marianne, uns zu verlaſſen, in ein Kloſter zu gehen, wie mir meine Frau geſagt hat. Ich weiß, daß andererſeits hiedurch die Frage der Mitgift ganz einfach wird. Obgleich, achtmalhunderttauſend Franken . . hm .. . hm das iſt verdammt viel Geld: allerdings ſind nach der Behauptung von Richardet, der ihre Verhältniſſe kennt, der Marquis und ſein Neffe noch reicher, als ſie ſagen. Gleichviel, achtmalhunderttaufend Franken! Dieſer arme Fortuné verlangte nicht ſo viel! Er ſprach nicht einmal von einer Ritgift . . . Doch Aurelie zieht am Ende den Herrn Grafen vor . . Iſt ſie nur gücklich, ſo werde ich nichts bereuen.“
Der würdige Mann überließ ſich dieſen Reflexionen ſeine Frau und Aurelie betrachtend, als die Tante Pru⸗ dence langſam in den Salon eintrat.
Madame Jouffroy, ſobald ſie die alte Jungfer erblickte, zuckte ungeduldig die Achſeln und murmelte zwiſchen den Zähnen: . „Gut, da kommt die Freudenſtörerin!“


