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ſetzt Sie in Erſtaunen, meine Theure? Ah! der Herr Mar⸗ quis wird wohl, ich bin deſſen ſicher, die Güte haben, Ihnen die Sache zu erklären.“
„Oh! es iſt zugleich die glücklichſte und die ein⸗ fachſte Sache der Welt,“ verſetzte der Marquis, eine neue Priſe Tabak ſchlürfend. „Geſtern hat mein Reffe die Ehre gehabt, Madame, bei Ihnen Mademoiſelle Au⸗ relie zu treffen; ich habe heute bei Herrn und Madame Jouffroy angefragt, ob ſie meinen Reffen zum Schwie⸗ gerſohne nehmen wollen; ſie haben eingewilligt, Made⸗ moiſelle Aurelie ebenfalls, und in vierzehn Tagen . . . die Hochzeit.“
„Ja, meine Theure,“ ſetzte Madame Jouffroy hinzu, „und da ſich die jungen Leute bei Ihnen getroffen haben, ſo war es das Wenigſte, daß Ihnen zuerſt die Kunde von dieſer Heirath zu Theil werden ſollte. Sie können übrigens die Nachricht unter Ihren Freunden verbreiten: Gott ſei Dank, es iſt kein Geheimniß mehr!“
Die Richardet ſchauten ſich ſtumm vor Erſtaunen an, als der Diener Jacques mit ziemlich verlegener Miene, einen Brief in der Hand haltend, wieder eintrat. Er näherte ſich dem Fauteuil ſeiner Gebieterin und ſagte leiſe zu ihr:
„Madame, dieſen Brief hat der Bediente des Herrn Grafen gebracht, der ihn mit dem Wagen abholen wollte.“
„Herr Henri,“ rief Madame Jouffroy, die den Brief aus den Händen des Bedienten nahm und ſich ganz be⸗ ſonders darin gefiel, vor den Richardet, welche immer noch ſtumm vor Erſtannen, ihre Vertraulichkeit mit dem Grafen bemerkbar zu machen, „mein lieber Herr Henri, da iſt ein Brief für Sie.“
Der Graf trat hinzu, nahm den Brief, bebte un⸗ merklich, als er die Handſchrift von Catherine von Mor⸗ lac erkannte, verbeugte ſich halb vor Madame Jouffroy und ſagte:


