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ſanfter und zugleich glühender Druck, der das Mädchen in eine unbekannte, köſtliche Unruhe verſetzte.
„Sie lieben mich, Aurelie, Sie lieben mich?“
„Sie fragen mich das?“ ſprach ſie; und ihre Augen hefteten ſich eine Secunde lang auf die von Herrn von Villetaneuſe. Dieſer Blick machte ſie ſchauern; ſie fühlte ihre Kniee zittern; das Blut ſtieg ihr zu Geſichte, eine Wolke zog vor ihren Augen hinz zum Glücke rief ſie ein ſonores und bezeichnendes: Hem . . Hem .. . des Marquis zur rechten Zeit zu ſich ſelbſt zurück denn ihr Vater und ihre Mutter traten mit den Richardet ein.
„Meine gute Kleine, Sie ſind ſehr artig, daß Sie heute Abend kommen,“ ſagte Madame Jouffrvy; „Sie werden ſich unter Bekannten finden.“
„Unter Bekannten!“ verſetzte Madame Richardet, welche von der Schwelle des Salon aus die Perſonen noch nicht erblickte, die fich hier befanden. „Wer find die Bekannten, meine Liebe?“
Herr Marquis von Villetanenſe und ſein eſfe.
„Wie! ſie ſind hier! ſie kommen auch zu Ihnen?“
„Warum denn nicht, meine Theure?“ erwiederte Madame Jouffroy, ſich an dem Aerger ihrer Freundin weidend, indeß ſich der Marquis an die Ankommenden wandte und zu ihnen ſagte:
„Guten Abend, Madame Richardet; ich glaubte ge⸗ ſtern nicht, ich werde das Vergnügen haben, Sie heute hier zu treffen.“
„Wir auch nicht,“ erwiederte Madame Richardet ſehr verblüfft; „wir auch nicht, gewiß nicht.“
„Meine Liebe,“ ſprach Madame Jouffroy, aufge⸗ ſchwollen von triumphirender Eitelkeit, „ſehen Sie den Zufall der Dinge! es widerfährt uns heute ein großes Glück; Ihnen verdanken wir es, und wir haben uns be⸗ eifert, Sie einzuladen, heute Abend hierher zu kommen, damit Sie Ihren Theil an dieſem Glücke nehmen! Das


