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und ich ſah ihn im dreiundzwanzigſten Jahre vor Gram ſterben, mit Hinterlaſſung dieſes verwaiſten Knaben, den ich aufgezogen habe. Ach! Herr Fortuné, es iſt oft etwas Erſchreckliches um das Heirathen! Nehmen Sie ſich in Acht!“
„Gott ſei Dank, ich habe alles Vertrauen, ein verdientes Vertrauen zu der jungen Perſon, die ich zu heirathen wünſche. Ich kenne ſie ſeit meiner Kindheit: es iſt eine Tochter von meinem Oheim Baptiſte Jouffroy.“
„Mademviſelle Marianne?“
„Nein, Marianne iſt eine vortreffliche Perſon; ich bin ihr wie einer Schweſter zugethan. Doch ſie iſt nicht hübſch; auch hat ſie ein Gebrechen: ſie hinkt. So iſt es wahrſcheinlich, doß das arme Kind unverhei⸗ rathet bleiben wird, wie ſeine Tante Prudence.“ „Sie wollen alſp Mademoiſelle Aurelie heira⸗ then?“
„Ja, denn ſeht, Vater Laurencin, ich liebe ſie bis zur Anbetung! ſie iſt ſo ſchön, ſo bewunderungs⸗ würdig ſchön!“
„Darum glich alſo die Figur von Ceres, die Sie neulich modellirten, ſo ſehr Ihrer Couſine, Herr Fortuné?“
„Was wollt Ihr! ich ſehe ſie überall und ſuche ich in der Kunſt das Ideal, ſo erſcheint es mir in ſeinem Glanze unter den Zügen von Aurelie!“
Die Unterredung des Goldſchmieds und des alten Arbeiters wurde durch neue Beſuche unterbrochen.
Ein ſorgfältig gekleideter junger Mann und eine ſehr elegante Frau traten in die Werkſtätte ein. Groß und ſchlank, von einer ausgezeichneten Tournure und einem reizenden Geſichte, trotz ſeines etwas hoffärtigen


