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Verehelichung ankündigen hörte, Als Fortuns zum Werktiſche zurückkam, ſagte der Greis zu ihm:
„Sie wollen alſo heirathen?“
„Das iſt meine ſüßeſte Hoffnung,“ erwiederte der Goldſchmied mit einer tiefen, innigen Freude; „der heutige Tag iſt ein ſchöner Tag für mich!“
„Ah! Herr Fortuné,“ verſetzte der Greis mit einem Seufzer, „nehmen Sie ſich in Acht!“
„Was wollt Ihr damit ſagen 7 fragte der Gold⸗ ſchmied erſtaunt; woher rührt dieſe Beſorgniß?“
„Verzeihen Sie. doch im erſten Augenblicke ..“
„Sprecht ..
„Ich konnte nicht umhin, mich meines armen Sohnes zu erinnern,“ ſagte der Greis. .
Und er ſing an zu weinen.
„Guter Vater,“ ſprach liebevoll der Goldſchmied, „ich bedaure, unwillkürlich traurige Gedanken in Euch hervorgerufen zu haben.“
„Ach HerrFortuné, mein Sohn war wie Sie. Glück⸗ lich, nur für ſein Goldſchmiedgeſchäft zu leben, war er ſchon ein ſo geſchickter Arbeiter, daß er eine herrliche Stellung im größten Bijouteriehauſe von Brüſſel auf die Empfehlung des ſeligen Herrn Laurent Jouffroy fand, der, ein Bruder Ihres Oheims Baptiſte, zu jener Zeit als Handelsreiſender functionirte. Mein Sohn macht in dieſer Stadt Bekanntſchaft und verliebt ſich ſterblich in die Pathe von Herrn Laurent Jouffroy. Dieſer (Gott er⸗ barme ſich ſeiner armen Seele, denn ich will glauben, daß er nichts von der frühzeitigen Verdorbenheit ſeiner Pathe wußte), dieſer ermuthigt meinen Sohn zu ſeiner Liebe und fordert ihn auf, das Mädchen zu heirathen. Mein Sohn befolgt ſeinen Rath. Ach! ein Jahr nach⸗ her war er bei mir zurück, mit einem drei Monate alten Kinde, das dieſe Elende, mit einem Officier da⸗ vonlaufend, ſeinem Schickſale preisgegeben hatte. Die Verzweiflung bemächtigte ſich meines armen Sohnes,


