Teil eines Werkes 
[1.-11. Bändchen] (1854)
Entstehung
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könntet ihn weinen ſehen, ſchützte er den Auftrag vor, den ich ihm vorhin gegeben.

Oh! daß ich ihn ſo betrübt habe, ohne daran zn denken! Das macht mich troſtlos.

Seine außerordentliche Empfindſamkeit zeugt we⸗

nigſtens von einem vortrefflichen Herzen! Welch ein liebenswürdiges, reizendes Naturell! immer arbeitſam, immer thätig . . voll Verſtand .. herrliche Anla⸗ gen für das Zeichnen. Glaubt mir, wir werden aus NRichel einen Künſtler, einen vorzüglichen Künſtler machen. Sein armer Vater hatte in ſeinem Alter die⸗ ſelben Eigenſchaften des Herzens, dieſelbe Empfind⸗ ſamkeit, Herr Fortuns, erwiederte der Greis mit einem ſchmerzlichen Seufzer, und von dieſer Empfind⸗ ſamkeit iſt er das Opfer geweſen .. Möchte mein Enkel glücklicher ſein, als mein Sohn .. der mit dreiundzwanzig Jahren vor Gram geſtorben iſt.

Laßt das, guter Vater, keine ſchwarze Gedan⸗ ken! verſetzte freundlich der junge Goldſchmied, wäh⸗ rend er ein Stück Brod brach und ſich ein Glas Wein einſchenkte.

Und da er das Geſpräch wechſeln wollte, um den Greis von ſeinen peinlichen Betrachtungen abzubringen, ſo fügte Fortuns bei, indem er auf mehrere auf dem Werktiſche zerſtreut umherliegende Bruchſtücke von Goldſchmiedsarbeit deutete:

Wir werden bald die Candelaber des Prinzen Maximilian zuſammenſetzen können . . . Ich wundere mich, daß er mich ſeit einigen Tagen nicht beſucht hat; er iſt ein Mann von vortrefflichem Geſchmacke, ein großer Kenner von allen Dingen der Kunſt; es iſt wahrhaftig ein Vergnügen, für ſolche Kunden zu ar⸗ beiten.

Abgeſehen davon, daß er für einen Prinzen nicht