Ecke ſeiner Schürze die Thränen abzuwiſchen, die ihm in die Augen traten.
„Nun! mein Junge, wohin gehſt Du?“ fragte der Vater Laurencin, ohne die Gemüthsbewegung ſeines Enkels wahrzunehmen; „Du iſſeſt Deinen Apfel nicht vollends?“
„Großvater, ich werde ihn draußen, während ich zum Gießer gehe, vollends eſſen,“ erwiederte der Lehrling.
Und er drehte ſich gegen die Wand, um ſeine an einem Nagel hängende Mütze zu nehmen und ſeine Thränen nicht ſehen zu laſſen; dann fügte er bei, in⸗ immer der Wand mit dem Geſichte zugekehrt
ieb: haben keinen anderen Auftrag, Meiſter For⸗ uné?“
„Nein, mein Kind; doch veſpere vollends, Du wirſt hernach gehen.“
„Oh! ich werde eben ſo gut unter Weges veſpern,“ erwiederte Michel. Und er ging raſch hinaus, um ſeine Thränen zu verbergen und ſie in der freien Luft zu trocknen.
Hellſehender als der Greis, bemerkte Fortuns Sau⸗ val die Rührung des Lehrlings, und er folgte ihm mit den Angen mit einem wohlwollenden Intereſſe, bis er die Werkſtätte verlaſſen hatte; dann trennte er ſich von ſeinem Basrelief und nahm Theil an dem Veſperbrode von Vater Laurencin.
„Das liebe Kind! es hatte Thränen in den Augen!“
„Iſt es möglich, Herr Fortuné? Mein Gott, das vermuthete ich nicht,“ verſetzte der Greis mit Beſorgniß. „Was kann der Grund ſeines Kummers ſein?“
„Als er hörte, wie Ihr auf die wenigen Jahre an⸗ ſpieltet, die Euch noch zu leben bleiben, da ſchwoll ſein Herz, und es kamen die Thränen; aus Furcht, Ihr


