Teil eines Werkes 
[1.-11. Bändchen] (1854)
Entstehung
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Goldſchmiedsarbeit, zur Verfertigung eines großen Can⸗ delabers beſtimmt, zuſammenzufügen.

Fortuné Sauval, der dem alten Arbeiter gegenüber auf der andern Seite des Werktiſches ſaß, ciſelirte mit Liebe ein kleines Basrelief beſtehend aus mehreren Fi⸗ gurinen in Rundwerk von herrlicher Zeichnung, ein Meiſterſtück beſtimmt als Ornament eines Kiſtchens von Lapis⸗lazuli vom ſchönſten Azur zu dienen.

Die Seelenreinheit und die Herzensgüte waren in den Zügen des jungen Goldſchmieds zu leſen; ſein ſchwar⸗ zes, zurückgeworfenes Haar ließ ſeine Stirne, auf der ſich das Genie offenbarte, entblößt. So einfach gekleidet als ſeine Arbeiten, trug unſer berühmter Künſtler eine Blouſe und, wie ſie, eine lederne Schürze.

Es ſchlug zwei auf einer alterthümlichen, an einer der Wände der Werkſtätte befeſtigten Uhr mit Gewicht.

Höret, meine Freunde, ſprach Fortuné mit herz⸗ lichem Tone,es ſchlägt die Stunde der Ruhe und des Veſperbrodes . Kleiner Michel, Du wirſt hernach zum Gießer gehen und Dich erkundigen, ob die zwei Figuren des Tafelaufſatzes gegoſſen ſind. Iſt dies ge⸗ ſchehen, ſo bringſt Dn ſie mit.

Gut, Meiſter Fortuné, antwortete der Lehrling.

Ein paar Augenblicke, nachdem es zwei Uhr ge⸗ ſchlagen hatte, brachte die Portiodre des Hauſes Brod, Wein, Obſt, ſetzte Alles auf eine Ecke des Werktiſches und entfernte ſich wieder.

III.

Während Michel abwechſelnd in einen Apfel und in ein Stück Brod biß, ſchnitt der Vater Laurencin methodiſch Tunkſchnitten, die er in einem Glaſe Wein zu befeuchten beabſichtigte. Der junge Goldſchmied, der mit einem unbeſchreiblichen Vergnügen an ſeinem Bas⸗