Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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gezeichneten Geſchmack, von ſeltener Eleganz und bei⸗ nahe neu.

Der Zufall bediente mich nach Wünſchen; ich fand flugs eine in allen Punkten paſſende Wohnung, die ich vielleicht lange vergebens geſucht hätte; der Preis die⸗ ſes ganz meublirten Hotels betrug, wie mir der Concierge ſagte, ſiebenmalhundert und zwanzigtauſend Franken.

Ich fuhr ſogleich zu dem mit dieſem Verkaufe be⸗ auftragten Geſchäftsmanne, und nach einigen Debatten überließ er mir das Hotel um ſiebenmalhunderttauſend Franken; ich gab ihm eine Zeile an den Notar von Frau Jefferſon und bat ihn, ſich noch an demſelben Tage mit dem Kaufvertrage zu beſchäftigen; dann eilte ich, von einer Art von fieberhaften Aufregung ergriffen, zur Stunde, wo ich erwartet wurde, nach dem Kloſter vom Heiligen Herzen.

Bald kam Ceſarine, wie am vorhergehenden Tage, in's Sprachzimmer in Begleitung einer Nonne, die, da ſie ſich nicht entfernte, unſere Unterredung hören konnte.

Haben Sie Madame Raymond geſehen?

Das waren die erſten Worte von Ceſarine.

Ja, Madame, erwiederte ich, denn die Gegenwart der Schweſter gebot mir eine große Zurückhaltung, ob⸗ gleich unſere Heirathspläne ohne Zweifel im Kloſter bekannt waren;ich habe Madame Raymond geſehen, und ſie denkt wie wir in Betreff des Bewußten.

Ich ahnete dieſes Reſultat nach der Unterredung, die ich geſtern mit ihr hatte. Das iſt eine Frau von edlem Charakter und ſeltenem Geiſte; ich weiß Ihnen ropret Dank, daß Sie mich ihre Bekanntſchaft machen ießen.

Als ich von Madame Raymond wegging, beſich⸗ tigte ich ein ganz meublirtes Hotel, das Ihnen, wie mir ſcheint, ſicherlich anſtehen wird; es liegt in der Rue du Faubvurg Saint⸗Honoré.

Alles, was Ihnen anſteht, wird mir anſtehen,