Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Mein Gott! Jean und ſeine Mutter ſind ſehr wackere Leute, ganz zuſammengeſetzt aus Heldenſinn und männlichen Tugenden, aber ſie ſind wie die meiſten Sterblichen den Gebrechen des Menſchengeſchlechtes un⸗ terworfen, und der Neid iſt das allgemeinſte, das am meiſten eingewurzelte von dieſen moraliſchen Gebrechen!

Ah! bei Gott! ich werde mich nicht durch den Neid von Jean und ſeiner Mutter bethören laſſen, wenn ſie nur neidiſch ſind, und ebenſo wenig ſollen ſie mich durch ihr Schelmenſtück überliſten, wenn ſie mich von dieſer Verbindung in ihrem perſönlichen Intereſſe ab⸗ wendig machen wollen.

Ich will auch meine Schiffe verbrennen! Dieſe Zweifel, dieſe fortwährenden Unſchlüſſigkeiten werden für mich eine unausſtehliche Marter.

Wie! es liegt in meiner Macht, die reizendſte Frau, die ich gekannt, zu heirathen. . wir lieben uns auf das Zärtlichſte .ſie hat zweimal hunderttauſend Livres Einkünfte, und ich bin unſchlüſſig!

Ah! das iſt albern! Was kann mir im ſchlimmſten Falle widerfahren? Ceſarine, ſtatt ein Engel zu ſein, ein Teu⸗

fel iſt?

Daß dieſe Ehe, ſtatt der Himmel zu ſein, die Hölle iſt?

Nun! ich werde mich den Klauen des Teufels ent⸗ ziehen und aus der Hölle weggehen, das iſt das Ganze; ich werde mich wieder in derſelben Lage befinden, in der ich war, ehe ich Frau Jefferſon wiedergeſehen.

Und dann . und dann will ich auf das Weitere denken.

Doch, ich ſchwöre bei Gott! ich werde nicht ſo dumm ſein, tauſend Chancen möglichen Glückes möglich. was ſage ich ſichern Glückes unbeſtimm⸗ ten, kindiſchen Befürchtungen zu opfern.

Das iſt beſchloſſen: was man auch thun, was man

Fernand Dupleſſis. III. 17