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Oh! nein, Madame Raymond iſt zu geſchickt, um ſich ſo zu compromittiren. Sie iſt wiederholt und haupt⸗ ſächlich bei Folgendem beharrt:
„Sie beabſichtige durchaus nicht, mir über Ceſarine eine entſchiedene Meinung zu geben; es ſei nur ein unbeſtimmter Eindruck hervorgebracht durch beinahe ungreifbare Nuancen, und dieſer Eindruck könne ſogar ſpäter durch eine gründliche Kenntniß des Charakters von Frau Jefferſon Lügen geſtraft werden.“
Allerdings hat ſich dieſer Eindruck etwas ſchärfer herausgeſtellt nach der Ankunft von Jean und gegen das Ende unſerer Unterredung: man hat mir geſagt:
„Ueberlegen Sie, nehmen Sie ſich in Acht, prüfen Sie, verſchieben Sie den Zeitpunkt dieſer Heirath, ma⸗ chen“ Sie ſich nicht voreilig verbindlich!“
Ja, und während ich überlege, prüfe, wird Madame Raymond, als eine Frau von Vitteln, zuvorkommen, bei Frau Jefferſon, die ſich durch mein für ſie beleidi⸗ gendes Zögern verlitzt fühlen muß, ſich einſchleichen, ſehr geſchickt die Gereiztheit von Ceſarine benützen, mich in ihren Augen anſchwärzen, ihr meine Zweifel, meinen ſchlimmen Argwohn ſchildern, ihr mittheilen, wie un⸗ glücklich ich meine erſte Frau gemacht habe, und mir zu Gunſten der Republik, wie man zu ſagen pflegt, das Gras unter den Füßen ſchneiden.
Eine ſolche Berechnung von Madame Rahmond und Jean wäre aber doch ſchändlich!
Offenherzig geſtanden, habe ich, der ich ſie kenne, wie ich ſie kenne, das Recht, ſie einer ſolchen Schänd⸗ lichkeit zu bezüchtigen?
Bah! zweimal hunderttauſend Franken Einkünfte der Kaſſe der Brüder und Freunde zugewendet machen viele Bedenklichkeiten verſchwinden
Doch gehen wir nicht ſo weit!
Jean und ſeine Mutter ſind ganz einfach eiferſüch⸗ tig, mich eine ſo reiche Heirath ſitt zu ſehen, und ſie wollen ſie verhindern.


