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Jean.
„Man ſieht jeden Tag, wie redliche Leute hinter⸗ gangen werden; und dann, was ſoll ich noch ſagen .. Alles dies ich bitte beiderſeits meine Derbheit zu ent⸗ ſchuldigen . . Alles dies riecht nicht gut . . . in⸗ deſſen, nicht als ob ich die Frau verantwortlich für die Laſterhaftigkeit des Mannes machen wollte; aber ſiehſt Du, Fernand, es iſt allerdings etwas Ernſtes um eine Heirath, doch es gibt etwas noch viel Ernſte⸗ res: das iſt die Ehre.
Ich.
„Was meinſt Du damit?
Jean.
„Nimm eine Vorausſetzung an: Du biſt getäuſcht durch falſche Nachrichten, die Quelle des Vermögens dieſes Mannes hat in der That einen unlauteren Ur⸗ ſprung, Du weißt es nicht, Du heiratheſt ſeine Witwe, ſeine Erbin; machſt Du Dich nicht auf dieſe Art in den Angen Aller zum Theilnehmer an einer Schänd⸗ lichkeit? genießeſt Du nicht, ohne Dein Wiſſen, ich will es glauben, die ſchmählichen Früchte des Betrugs? Und dann eines Tags entdeckſt Du die Wahrheit . .. wie groß wird Deine Reue, Deine Verzweiflung ſein! Bedenke das, Fernand, Du, der Du ſo rechtlich und ſo ehrliebend biſt! Du, der Du vor einiger Zeit einen Beweis von einem ſo ſeltenen Zartgefühle hinſichtlich der Mitgift Deiner Frau gegeben haſt!
Ich.
„Mein Freund, ich würde mich einer ſolchen Theil⸗ nahme ſchämen, wenn ſie eriſtiren könnte .. doch ich wiederhole Dir, Herr Godefroid iſt getäuſcht worden; der Urſprung des Vermögens von Frau Jefferſon iſt rein.
Jean.
„Haſt Du einen handgreiflichen Beweis? Kannſt Du mir ſagen: „Jean, ich gebe Dir mein Wort als ehrlicher Mann, es iſt mir moraliſch, materiell erwie⸗


