Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Ich.

Ich kann Dir verſichern, daß Herr Jefferſon nicht nur ein Mann von guten Sitten, ſondern auch ein Mann von einer muſterhaften Redlichkeit war!

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Fernand, wenn Du wüßteſt, mit welcher Aengſtlich⸗ keit mein Oheim alle ſeine Worte abwägt, handelt es ſich darum, eine ernſte Anklage gegen irgend Jemand zu erheben, ſo wäreſt Du, wie ich es bin, überzeugt, daß man Dich hintergangen hat.

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Ich. Ich bin vom Gegentheile überzeugt.

Jean. Mein Freund, Dein Herz iſt leicht und gut, es widerſtrebt Dir ungemein, das Böſe zu glauben; doch es bleibt eine Thatſache: der Mann, von dem wir reden, hat die öffentliche Entrüſtung durch ſeine Betrügereien und ſeine abſcheulichen Ausſchweifungen dergeſtalt gegen ſich erregt, daß er aus zwei Städten weggejagt wor⸗ den iſt; dieſe Austreibung war offenkundig, und mein Oheim war Zeuge davon. Madame Raymond. . Mein Sohn, ich habe wie Du ein unbegränztes Vertrauen zu dem Urtheile und der Glaubwürdigkeit meines Bruders; wie kommt es aber, daß Frau Jeffer⸗ ſon geſtern Thränen in den Augen hatte, ſo oft von ihrem Manne die Rede war, über welchen ſie ſich mit einer rührenden Verehrung ausſprach? Das wäre ja eine unglaubliche Heuchelei von Seiten dieſer Dame, und ich zögere um ſo mehr, ſie für fähig zu halten, ſo zu lügen, als Frau von Montbriſon, deren vortreff⸗ liche Sinnesart und ſicheres Urtheil für mich unzweifelhaft ſind, Frau Jefferſon ſo hoch ſchätzt, daß ſie einwilligt, ihr als Mutter zu dienen.

Ich. Jean, Du hörſt Deine Mutter; ſie beſtätigt eine Thatſache.