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Erſtaunen, als ich in ihr eine behutſame, zurückhal⸗ tende Perſon fand, die ſich bei jedem ihrer Worte be⸗ obachtete, eine zerknirſchte, diserete, beſcheidene, ſüß⸗ liche, einſchmeichelnde Sprache führte, und alle Augen⸗ blicke ihren Glauben, Gott und die Gnade auf den Lippen hatte ..
Jean.
„Das iſt in der That ein ſolcher Contraſt, meine Mutter, daß er mir, wie Dir, zu denken gibt; ſo⸗ dann .. Doch da fällt mir ein . . . und das ſcheint mir viel ernſter! ſage, Fernand, ſollte mein Oheim zu⸗ fällig mit Dir über Herrn Jefferſon geſprochen haben?
Ich.
„Ja.
Jean.
„In welchen Ausdrücken 2
Ich.
„In Ausdrücken, die ich vor Madame nicht zu wiederholen vermöchte.
Jean.
„Fernand hat Recht, meine Mutter; es gibt ſo ſchändliche Sitten, daß man es nicht einmal wagen würde, vor einer ehrlichen Frau nur darauf anzuſpie⸗ len; doch mein Oheim hat Dir ſicherlich nicht mitge⸗ theilt, daß die Reichthümer dieſes Mannes vom Be⸗ truge, vom Wucher herrührten?
Madame Raymond.
„Wie dieſes Vermögen?
Ich.
„Madame, zu meinem großen Bedauern muß ich Ihnen ſagen, daß Herr Godefroid, unwillkürlich, durch abſcheuliche Verleumdungen hintergangen worden iſt...
Jean.
„Mein Freund, glaube mir, mein Oheim iſt ein zu vernünftiger Mann, um je das Echo einer Ver⸗ leumdung zu ſein.


