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gen zu müſſen glauben; indeſſen füge ich bef, daß, wenn Sie, wie doch nicht wohl möglich, gerechte Gründe hät⸗ ten, ihr zu mißtrauen, der Eindruck, den ſie bei mir hinterlaſſen hat, ſo wenig tief er iſt, eine ganz andere Bedeutung erlangen würde, da mir dieſer Eindruck trotz des tadelloſen Anſcheins und nach einer Unter⸗ redung von kaum einer Stunde geblieben iſt.
Ich.
„Ich habe keinen Grund, ihr zu mißtrauen, dieſe Verſicherung gebe ich Ihnen, Madame.
Madame Raymond.
„In dieſem Falle, da Ihnen die ganze Vergangen⸗ heit der Dame beweiſt, daß ſie bis jetzt eine wür⸗ dige und redliche Frau geweſen iſt, legen Sie kein Gewicht auf mein Gefühl; denn hätten Sie Grund, ihre Aufrichtigkeit, ihre Moralität zu beargwohnen, ſo würde ich Ihnen ſagen: glauben Sie meinem In⸗ ſtinete, meinen Vorgefühlen, die mich dann nicht ge⸗ täuſcht hätten Ueberlegen Sie, überlegen Sie viel, ehe Sie dieſe Heirath ſchließen.
Ich.
„In welcher Abſicht hätte mich aber Frau Jeffer⸗ ſon hintergehen wollen? Dieſe Verbindung iſt ihr ſehn⸗ lichſter Wunſch; fie liebt mich, deſſen hin ich ſicher, und mein Vermögen iſt ſehr gering im Vergleiche mit dem ihrigen.
Madame Rahymond.
„Eine Frau kann ſchlimme Leidenſchaften haben, und trotz dem lieben, heirathen wollen; ſie kann ſich verſtellen, ſogar ihr Naturell bändigen, ſo lange ſie durch die Liebe unterjocht iſt! Hernach aber, wenn die Liebe nur eine vorübergehende Illuſion, eine Phantaſie, eine Laune war, wenn die auf kurze Zeit unterdrück⸗ ten Leidenſchaften ſich entfeſſeln, was iſt dann das Leben des Mannes einer ſolchen Frau? Das find zum Glück leere Suppoſitionen, da Sie ein verdientes Ver⸗ trauen zu Frau Jefferſon hegen; wenn nicht, ſo werde ich
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