Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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zen einer Mutter gehen müſſen, wenn von ihrem Sohne die Rede iſt; von Jean auf Sie, Herr Dupleſſis, war der Uebergang einfach; Frau Jefferſon theilte mir Ihre Heirathspläne mit; ſie fügte bei, „ſie wiſſe, welche Hochachtung Sie für mich hegen und mit welchem Wohl⸗ wollen ich Sie beehre (das find ihre Worte), und ſie würde ſich ſehr glücklich ſchätzen, mein Wohlwollen auch zu erlangen und zu verdienen.““ Alles dies wurde in vortrefflichen Ausdrücken, mit unendlich viel An⸗ muth, Tact und Maßhaltung geſagt ..

Ich.

„Aber dann, Madame, muß Ihre Meinung oder vielmehr Ihr Eindruck ..

Madame Rahymond.

„Verzeihen Sie ich bitte, laſſen Sie mich vollenden .. . Frau Jefferſon hat mich auch nicht un⸗ wiſſend darüber gelaſſen, daß ſie ſeit langer Zeit und vor ihrer zweiten Ehe Neigung für Sie gefühlt; doch ihre Pflichten als Gattin, ihre religiöſen Grundſätze (Cſie legte einen außerordentlichen Nachdruck auf dieſe religiöſen Grundſätze), haben ſie immer vor einer ſtrafbaren Hinreißung geſchützt; ſie fragte noch, ob ich nicht eine Garantie des Glückes für Sie Beide im rich⸗ tigen Verhältniſſe Ihres Alters, in der Uebereinſtimmung Ihrer Neigungen, Ihrer Charaktere, in Ihrer gegen⸗ ſeitigen Lebenserfahrung und in der Beharrlichkeit die⸗ ſer ſo lange bekämpften Liebe ſehe; ich erwiederte Frau Jefferſon, was ich Ihnen ſchon geſagt habe, Herr Du⸗ pleſſis: die genaue, vertraute Kenntniß, die Sie von einander haben müſſen, ſcheine mir in der That beinahe ſichere Chancen des Glückes zu bieten; abermals auf ihre religiöſen Grundſätze zurückkommend, ſagte ſie end⸗ lich, ſie werde darin die Gewißheit finden, ſich ebenſo tadellos in ihrem Benehmen, als zart nachſichtig ge⸗ gen das Ihrige zu zeigen, ſollten Ste, gegen ihre ge⸗ rechte Hoffnung, ſpäter einer von jenen Verirrungen nachgeben, die eine ehrbare Frau immer nicht zu wiſſen