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gen die Tugenden des Mannes, den ſie als ihren Wohl⸗ thäter betrachtet, übertreiben oder ſeine Fehler bemän⸗ teln zu müſſen; dieſer unſchuldige Betrug iſt aber ein neuer Beweis von der Vortrefflichkeit des Herzens von Ceſarine.
Hat ſie nicht endlich die Bewerbungen des Herzogs von * und des Grafen von *, welche Beide Freunde von Frau von Montbriſon, zurückweifend zwei bedeu⸗ tende Heirathen ausgeſchlagen? Wenn aber ſo ehren⸗ werthe Männer um die Hand von Ceſarinen geworben haben, ſind meine Skrupel nicht wahnfinnig?
Und nun zittere ich nicht mehr bei dem Gedanken, daß zur Stunde, wo ich dieſe Zeilen ſchreibe, Ceſarine eine Unterredung mit Madame Raymond hat; nicht mehr mit Bangigkeit, ſondern mit einer ungeduldigen Hoffnung erwarte ich morgen, um den Eindruck der Muiter von Jean auf Frau Jefferſon kennen zu lernen.
XVI.
Ungeduldig, das Reſultat der Zuſammenkunft von Ceſarine und Madame Raymond zu erfahren, begab ich mich um neun Uhr zu dieſer. Ich berichte wort⸗ getreu unſere Unterredung; die Reflexionen, die Ent⸗ ſchließung, die ſie mir eingegeben, werden ſpäter folgen.
„Madame, Sie haben Frau Jefferſon geſehen? Madame Raymond.
„Ja, doch ehe wir unſer Geſpräch fortſetzen, eine Frage, Herr Dupleſſis .. Nach dem, was Sie mir geſtern geſagt haben, kennen Sie dieſe Dame ſeit lan⸗ ger Zeit?
Ich.
„Allerdings.


