Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Was glauben? was thun?

Ah! ich habe lange nachgedacht; was ich glauben ſoll, weiß ich noch nicht, was ich aber thun ſoll, das weiß ich; die Zuſammenkunft von Madame Rahymond und Ceſarine muß ſtattfinden . . . Das iſt für mich der Knoten der Frage.

Glücklicher und beruhigender Tag, Tag der Hoff⸗ nung!!!

Dieſen Morgen habe ich mich nach meinem Ver⸗ ſprechen in das Kloſter vom Heiligen Herzen begeben, um Ceſarine mitzutheilen, Madame Rahmond erwarte ſie am Abend in ihrer Wohnung. Nach der Art, wie ich empfangen wurde, als ich den Namen von Frau Jefferſon nannte, konnte ich beurtheilen, welche Ach⸗ tung ſie in dieſem frommen Hauſe genoß. Das Sprach⸗ zimmer, in das ich eingeführt wurde, war durchſchnit⸗ ten von einem Gitter, an welchem man eiſerne Quer⸗ ſtängchen ſo enge an einander angebracht hatte, daß man die Züge einer Frau, die man beſuchte, zwar un⸗ deutlich erſchauen, aber nicht ſehen konnte.

Ceſarine erſchien bald, nach dem Gebrauche in Begleitung einer Nonne, welche ſich ein paar Schritte von ihr entfernt hielt; unſere Unterredung konnte eben ſo wenig als die, welche darauf folgen ſollten, ver⸗ traulich ſein; ich beſchränkte mich daher auf einige all⸗ tägliche Redensarten und benachrichtigte Ceſarine, daß Madame Rahmond ſie am Abend um acht Uhr erwarte, und daß ich mich am andern Tage nach den Reſultaten ihrer Unterredung erkundigen werde; ich fragte Frau Jefferſon auch, wer der Geiſtliche ſei, den ich zweimal in dem Augenblicke, wo ich weggegangen, bei ihr habe eintreten ſehen; ſie antwortete mir einfach, es ſei der Abbé Dubreuil, ihr Gewiſſensrath. Nach einigen liebe⸗ vollen, aber, wie ſie es an dem wo wir uns

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