Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Madame Raymond. „Ihre Befürchtungen, Herr Dupleſſis, zeugen zu Ihren Gunſten und rühren mich ungemein doch was kann ich hiebei thun?

Ich.

„Madame, haben Sie nicht in Folge einiger Unter⸗ redungen mit Albine deren Werth richtig erkannt? Nun denn, ich bitte Sie inſtändig im Namen meiner brüderlichen Zuneigung für Jean, haben Sie die Güte, Frau Jefferſon zu empfangen, mit ihr zu ſprechen, ſie zu ſtudiren, und Sie werden, ich bezweifle es nicht, bald wiſſen, ob uns, ihr und mir, dieſe Heirath Gar⸗ rantien eines dauerhaften Glückes bietet und was auch Ihr Ausſpruch in dieſer Hinſicht ſein mag, ich ſchwöre Ihnen, Madame, ich werde mich demſelben unterziehen.

Madame Raymond.

„Das iſt ſehr ernſt, Herr Dupleſſis; welches Ver⸗ trauen Sie zu meinem Urtheil haben mögen, es iſt nicht unfehlbar.

ch.

„In meinen Augen iſt es ſo, die Vergangenheit beweiſt es mir.

Madame Raymond.

„Die Umſtände ſind nicht dieſelben; die arme Al⸗ bine war ein Kind, ſie hatte die Unſchuld ihres Alters; nichts konnte leichter ſein, als im Grunde dieſer offe⸗ nen Seele zu leſen; während Frau Jefferſon, was auch ihre guten Eigenſchaften ſein mögen, ſchon zweimal Witwe geweſen iſt ich bitte, glauben Sie nicht, ich beſchuldige ſie zum Voraus der geringſten Gleiß⸗ nerei! Doch die Lebenserfahrung, ihre Stellung als verheirathete Frau mußten ihr am Ende eine Zurück⸗ haltung, eine Verſchloſſenheit geben, die ein Kind von ſiebenzehn Jahren nicht zu beſitzen vermöchte . dann was ſoll ich Ihnen noch ſagen? Vermöge einiger beſonderer Umſtände und der Verſchiedenheit unſeres