Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Ehrenwerthe Ihrer Bedenklichkeiten, doch ſie find übertrie⸗ ben; wären Sie zu Grunde gerichtet, wären Sie, was Sie, Gott ſei Dank, nicht ſind, ein habgieriger Menſch, würde es Ihnen ſo ſehr am moraliſchen Sinne fehlen, daß Sie ſich entſchlößen, eine reiche Frau zu heira⸗ then, für die Sie keine Neigung fühlten doch ich ſchweige .. das ſind unnütze Suppoſitionen . nicht zu mir würden Sie kommen, um ſich in Betreff einer ſolchen Schändlichkeit Fh zu erholen.

„Nein, gewiß nicht, Madame. Sie glauben alſo, daß ich ehrenhafter Weiſe Frau Jefferſon heirathen könnte? trotz des großen Vermögensmißverhältniſſes, das ich Ihnen bezeichnet habe?

Madame Raymond.

„Nach meinem Sinne gibt es keine wahren Miß⸗ verhältniſſe, als die moraliſchen und die phyſiſchen. Wäre Frau Jefferſon arm, und Sie beſäßen zehn Millionen, ich würde Ihnen auch ſagen: heirathen Sie ſie, wenn Sie ſie lieben und von ihr geliebt werden, und beſon⸗ ders, wenn Sie glauben, daß ſie eine ehrliche Frau iſt.

„Wenn ich Ihnen ſage, Madame, daß es mein glühender Wunſch iſt, ihr meinen Namen zu geben ... ſo ſage ich Ihnen damit, daß ich ſie für eine redliche Frau halte: ich glaube mich in dieſer Hinſicht um ſo weniger zu täuſchen, als ich ſie ſeit langer Zeit kenne. Indeſſen könnte, wie mir ſcheint Ihr Scharfſinn meinen Glauben beſtätigen.

Madame Raymond.

„Wozu wenden Sie ſich an meinen Scharfſinn? ſind Sie nicht, wie Sie behaupten, ſicher der guten Eigenſchaften von Frau Jefferſon?

Ich. „Erlauben Sie, Madame ich glaubte die arme Albine zu kennen; ich hielt ſie für eine ehrliche und würdige Frau; ſie hat in jeder Hinſicht meine Mei⸗