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Ich. „Madame, ich habe die Abſicht, mich wieder zu verheirathen. Madame Raymond. „Und hierüber wollen Sie mich um Rath fragen? Ich. „Ja, Madame. Madame Raymond.
„Ich weiß in der That nicht, was ich Ihnen ſagen ſoll, wenn nicht, daß Ihre erſte Ehe nichtglücklich geweſen iſt; beſſer als ich muß Ihnen aber die Vergangenheit, wie mir ſcheint, eine außerordentliche Vorſicht bei die⸗ ſer neuen Verbindung rathen .. Ah! Herr Duypleſſis, erinnern Sie ſich der armen Albine!
I ch⸗
„Die Perſon, die ich zu heirathen wünſche, iſt kein junges Mädchen mehr, es iſt eine Witwe, ſie zählt einige Jahre weniger als ich, und ich kenne ſie ſeit langer Zeit.
Madame Rahymond.
„Dann ſcheint mir dieſe Heirath, bis jetzt wenig⸗ ſtens, paſſend; eine Witwe hat ſchon die Lebenserfah⸗ rung, ſie kann ſich Rechenſchaft geben über ihre Wahl, und ſie genießt in ihren Handlungen Freiheit genug, daß es dem Manne, der ſich um ſie bewirbt, leicht iſt, wenn er fie oft ſieht, ihren Werth, ihre Tendenzen, ihre Gewohnheiten, ihre Neigungen, ihren Geſchmack ihren Charakter zu beurtheilen, während, wenn es ſich um ein junges Mädchen handelt, Sie wiſſen das nur zu gut, Herr Dupleſſis, ſich die Convenienzen jeder Art von Vertraulichkeit widerſetzen; was geſchieht auch faſt im⸗ mer? Die Neuvermählten find einander an ihrem Hoch⸗ zeittage beinahe ſo fremd, als ob ſie ſich nie gekannt hät⸗ ten, und der Zufall allein entſcheidet über ihre Zukunft.
Ich. „Madame, ich muß beifügen, daß ich ſeit langer, ſehr langer Zeit dieſe Witwe leidenſchaftlich liebe; meine Zuneigung für ſie iſt durch eine Trennung von


