Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 10.-13. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Dieſe prüfende Betrachtung von meiner Seite war in⸗ deſſen ſehr raſch, denn der Geiſtliche verbeugte ſich tief, als er an mir vorüberging, und ich hörte Stephen, der auf das Geräuſch der Klingel herbeigelaufen war, zu dem Prieſter ſagen:

„Madame erwartet den Herrn Abbé Sie wird ſogleich nach dem Kloſter abgehen.“

Dieſer Abbé war ohne Zweifel der Beichtvater oder Gewiſſensrath von Frau Jefferſon; ihre Fröm⸗ migkeit rührte mich unendlich und bot mir koſtbare Sicherheiten für die Zukunft; dennoch fühlte ich mich beinahe verletzt, wenn ich bedachte, ein Dritter (ein Mann ungefähr von meinem Alter) werde fortan mit mir das innige Vertrauen von Ceſarine theilen, denn eine wahrhaft fromme Frau hat keine Geheimniſſe für ihren Beichtvater, und welche Ueberwindung es mich auch koſtete, ich mußte mich gewöhnen an den Gedanken dieſes religiöſen Verkehrs, der nothwendigen Folge des brünſtigen Glaubens, welchen bei einer Frau, die bald meinen Namen führen ſollte, zu finden ich mir Glück wünſchte.

XV.

Gegen neun Uhr Abends hegab ich mich zu Ma⸗ dame Raymond: von meinem Beſuche zuvor unterrich⸗ tet, war ſie allein und erwartete mich.

Folgendes war unſere Unterredung:

Ich. „Madame, ich komme, um Sie an das Verſpre⸗ chen zu erinnern, das Sie mir zu geben die Güte ge⸗ habt haben. Madame Rahmond. „Um was handelt es ſich, Herr Dupleſſis?